„Berlin hat Charakter. Denn Berlin polarisiert wie wohl keine zweite deutsche Stadt.“

 

Name: Ilja Grzeskowitz, Alter: 37 Jahre, Geboren in: Lübeck, Lebt in: Berlin, Beruf: Speaker / Autor


1. Was fasziniert Sie besonders am Großstadtleben?

Das große Füllhorn an Möglichkeiten. Ob Kultur, Sport oder Gastronomie, alles ist in jeglicher Qualität vorhanden. Und auch wenn ich diese Angebot nicht immer nutze, so finde ich es schon ungemein beruhigend, dass ich es könnte, wenn ich denn wollte

2. Was ist das besondere an Berlin? Leben Sie gerne hier?

Berlin hat Charakter. Denn Berlin polarisiert wie wohl keine zweite deutsche Stadt. Ich kenne niemanden, der keine Meinung zu unserer Stadt hat. Entweder man liebt Berlin oder man hasst es. Und dann sind da natürlich die Berliner selber. Sie tragen das Herz auf der Zunge und haben es gleichzeitig auf dem rechten Fleck. Und wenn ich mal wieder aus München oder Stuttgart kommend in Tegel vom Taxifahrer mit einem schelmischen Lächeln angepflaumt werde, dann muss ich an die Roger Ciceros Berlin-Hymne denken: „Du sagst was du meinst, doch du meinst es nicht so!“

3. Was glauben Sie, ist es in einer Großstadt wie Berlin einfach oder eher schwer glücklich zu sein?

Wenn man Hertha Fan ist, dann ist es sehr schwer (ich bin ja Unioner!). Doch Spaß beiseite, Glück ist niemals eine Frage der äußeren Umstände. Denn am Ende des Tages macht die innere Haltung den Unterschied, der einen Unterschied macht.

4. Wären Sie derselbe Mensch, würden Sie in einer anderen Stadt / nicht in der Stadt leben?

Aus dem ersten Impuls heraus würde ich sagen, dass ich auch in Köln, Wiesbaden oder Bremen der gleiche Mensch wäre. Aber bei genauerer Betrachtung hat mich Berlin in den letzten 10 Jahren schon sehr geprägt. Die Dynamik der Stadt inspiriert mich bis heute und obwohl ich in regelmäßig in ganz Deutschland unterwegs bin, habe ich nur in Berlin das Gefühl, richtig zu Hause zu sein.

5. Was tun Sie hier  um zu entspannen?

In Prenden Golf spielen, mit dem Rennrad die Havelchausee hochjagen, durch die Schönholzer Heide spazieren gehen, am Potsdamer Platz ein Eis essen, am Weissensee chillen, in Karow im Rippchenhaus die „Unendliche Geschichte“ bestellen, eine Bootstour auf der Spree machen, in der alten Försterei bei Union mitfiebern oder in meiner ganz eigenen Oase in der Hängematte am Teich relaxen.

6. Hilft es in der Großstadt zu leben, wenn es einem mal nicht gut geht?

Klar, nirgendwo gibt es so nette Menschen, wie in Berlin 🙂

7. Was tun Sie wenn Sie schlecht drauf sind? Ihr Tipp gegen den „Blues“.

Da hilft mir meine Einstellung, mit einer positiven Grundeinstellung durchs Leben zu gehen. Und damit ist nicht die rosarote Brille gemeint. Aber eines ist doch wohl klar: Mit positivem Denken alleine erreichst Du noch überhaupt nichts. Aber mit positivem Denken erreichst Du alles besser, als Du es mit negativem Denken tun würdest. Mein Tipp für einen besonderen Ort gegen den Blues: Zurzeit ist am Leipziger Platz eine Dali Ausstellung. Seine Werke sprühen nur so von Lebensfreude und nehmen Dich mit auf eine Reise in Richtung Fantasie und Möglichkeiten.

8. Ihr Tipp bei / gegen Liebeskummer?

Theoretisch: An die schönen Momente denken. Loslassen. Sich möglichst schnell neu und noch intensiver verlieben!

Praktisch: Hallo, ich bin auch nur ein Mann!? Ich trinke Single Malt Whiskey, höre melancholische Musik von Tom Waits und rede mir ein, dass das Ende der Welt gekommen ist

9. Als nächstes Projekt habe ich mir vorgenommen / möchte ich erreichen…?

Ich schreibe gerade an meinem 5. Buch und freue mich jeden Tag aufs Neue darüber, wie das Projekt wächst. Ansonsten: Plasberg, Maischberger, Lanz…

10. Ihr persönliches Erfolgsgeheimnis ist …?

Über die ernsten Dinge des Lebens lachen und die leichten Dinge besonders ernst nehmen. Oder anders: Immer Vollgas geben und keine halben Sachen machen.

Danke Ilja.

Infos zur Arbeit von Ilja: www.grzeskowitz.de

Foto: hoffotografen.de